Projektbeschreibung:

Nachhaltigkeit und biologische Arbeitsweisen sind Grundsätze im Weingut Gruber Röschitz und waren daher auch Grundlage des Entwurfs. Die Produktions- und Lagerbereiche sind wie schon die angrenzenden historischen Presshäuser mit anschließenden Kellerröhren angelegt. Die natürliche Speichermasse des Erdreiches gewährleistet die Konditionierung zur Reifung und Lagerung des Weines. Nachdem der örtliche Boden nicht zur Verwendung als Stampflehm geeignet war, kamen vorgefertigte Doppelwände aus Stahlbeton zum Einsatz. Beton hat ebenfalls hervorragende Speicherfähigkeiten. Seine hohe Festigkeit und die natürliche Resistenz gegen Feuchtigkeit qualifizieren ihn vor allem im Bereich der Weinproduktion. Klassische Produktionsbereiche sind oft leichte Stahlhallen, die praktisch ohne Stützen auskommen. Um dieses Ideal zu realisieren, wurden Hohldielen mit mehr als 17 Metern Spannweite eingesetzt. Die verbleibenden Stahlbetonfertigteilstützen berücksichtigen die Gegebenheiten möglicher Einrichtungsszenarien aus der Anordnung der Edelstahltanks.

Über dem Weinkeller wird der Wein vermarktet. Oberirdisch befindet sich der Verkostungsbereich und ein Shop. Hier dominiert Holz und andere natürliche Materialien wie Lehm. Das weitgespannte Holzdach schafft Raum und vereint auf diese Weise in angenehmer Atmosphäre die verschiedenen Funktionen. Großzügige Verglasungen ermöglichen herrlichen Weitblick über das nördliche Weinviertel.

 

Auftraggeber: Bioweingut Gruber Röschitz

Generalplaner: Architects Collective ZT GmbH

Baufirma: Leyrer und Graf Baugesellschaft mbH

Foto: Hertha Hurnaus https://www.hurnaus.com/